Rennrad

Mit dem Rennrad habe ich eigentlich schon als Kind angefangen zu fahren. Mein erstes Rennrad war damals vom Versender Quelle. Ein 24 Zoll Halb Renner der Marke Mars. Mein ganzer Stolz. Immer gehegt und gepflegt.

Später dann als wir in Lebach wohnten hatte ich mir so viel Geld angespart, dass ich mir ein 26 Zoll Halb Renner von Tornado mit 5-Gang Schaltung und zwei Kettenblätter leisten konnte. Der Anspruch stieg und irgendwann wurde alles ab montiert, was nicht an ein Rennrad gehört. Die Optik war schon gewöhnungsbedürftig.

Kurz nach meiner Ausbildung leistete ich mir das erste richtige Rennrad, ein Peugeot Course mit verchromter Gabel und blau lackiert. Peugeot war damals sehr angesagt.

Zwischendurch hatte ich dann noch kurzzeitig ein Koga Miyata Roadrunner. Das Rad hatte ich gebraucht erworben.

Dann endlich ’88 hatte ich mir den ersten Italiener zugelegt. Ein Benotto in blau und natürlich viel Chrom. Geschaltet wurde mit Shimano Ultegra 600. Das Rad war noch relativ schwer. Eigentlich liebäugelte ich ja mit einem Daccordi, dass ich gesehen hatte.

Liebe auf den ersten Blick. Zum Glück hatte ich einen Interessenten für das Benotto gefunden.

Der Nachfolger war schnell aufgebaut. Mein Stahl Klassiker aus Italien. Ein Daccordi Violett mit noch mehr Chrom. Hinterbau und Gabel waren verchromt. Und als Highlight verchromte Muffen. Das war ein Traum. Geschaltet wurde mit der Shimano Dura Ace
8-fach. Mit diesem Rad habe ich viele Jahre einige Rennen (mehr erfolglos) und viele RTF’s gefahren. Auch den Ötztaler Radmarathon habe ich damit bestritten.

Nach einem Sturz war das Daccordi dahin. 1997 stand ganz im Zeichen vom Team Telekom und dem Toursieg von Jan Ullrich. Der Nachfolger vom Daccordi war dann wieder ein Italiener. Pinarello Vuelta in Lapisblau und verchromten Muffen. Pinarello, der Ausstatter vom Team Telekom und Team Banesto. Das Rad habe ich heute noch. Geschaltet wurde mit Dura Ace 9-fach STI. Dieses Rad kam über 10 Jahre ohne Sturz zum Einsatz.

Die Aluminium Ära habe ich komplett übersprungen. Nach 10 Jahren musste was neues her. Carbon aus Österreich. Ein Simplon Pavo in blau/weiß/schwarzer Lackierung und ohne Chrom ;-). Als Schaltung kam wieder eine Dura Ace 10-fach zum Einsatz. Sensationell leicht ist das Teil.

Nun bin ich schon rund 26 Jahre leidenschaftlicher Radfahrer und bis auf ganz wenige Pausen mit dem Rad unterwegs. Es hat mir in dieser Zeit viel gegeben. Und ich freue mich schon darauf, was ich noch alles schöne Erlebe. Habe viel Höhen aber auch Tiefen erfahren. Radsport ist eben faszinierend.
Oder wie Walter Godefroot sagt:“Radfahren ist hinfallen und wieder aufstehen“.

3 Kommentare

  • Christian

    Hm. „Als Kind angefangen“, plus „26 Jahre leidenschaftlicher Radfahrer“ … dann bist Du also so um die 36… ich wußte immer, dass das mit Deinem 50. Geburtstag so nicht stimmen konnte 😀

    Lustig finde ich, dass mein erstes Rennrad auch ein Peugeot war. Hieß P SIS ASPIN. Rot-Weiß, Shimano 105er Gruppe und Biopace-Kettenblatt…

    • simplon

      Peugeot SIS Aspin. Dazu fällt mir ein SIS war diese Index Schaltung. Wo die Hebel beim Schalten einrasten. Die Schalthebel waren am Unterrohr. Der Col d‘ Aspin steht öfter auf dem Programm der Tour de France und ist in den Pyrenäen.
      http://www.quaeldich.de/paesse/col-d-aspin/
      Noch was, die Jugendsünden habe ich übersprungen. Hast recht, an den Jahreszahlen muss noch gearbeitet werden.
      Grüße

  • Nicht schlecht. Ötztaler Radmarathon ist ne ganz schöne Leistung. Ich bin früher auch mehr Rennrad gefahren, mag das leichte immer noch. Aber für längere Radreisen habe ich mir jetzt ein Reiserad besorgt… Bin dieses Jahr 5000 Kilometer durch Europa gefahren..

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